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News & Presse

Vorreiter in der Energiewirtschaft, Nachfolger im Familienbetrieb – LEM-Software unter neuer Führung

31.07.2026 Leipzig

KI statt Glaskugel: Die LEM-Software aus Leipzig befähigt Energieversorger und Netzbetreiber, den Energiebedarf KI-gestützt vorherzusagen und ihre Planung zu optimieren. Die 1997 gegründete Firma ist ein Familienbetrieb durch und durch. Vor zwei Jahren übernahm Dr. Harald Heinrich den Betrieb von seiner Mutter, den er heute zusammen mit seiner Ehefrau Dr. Marisa Mäder-Heinrich führt. Die BBS trug zur reibungslosen Nachfolge bei, indem sie das Übernahmedarlehen der Sparkasse Leipzig absicherte.

LEM-Software_Team

Sie war ihrer Zeit voraus: Die Mutter von Dr. Harald Heinrich arbeitete schon mit künstlichen neuronalen Netzwerken, als an ChatGPT, Claude, Gemini & Co. noch lang nicht zu denken war. Im Jahr 1997 hatte sie das „Ingenieurbüro Last- und Energiemanagement Dr. Ingrid Heinrich“ aus der Technischen Hochschule Leipzig heraus gegründet. Gemeinsam mit vier weiteren Absolventen entwickelte sie damals bereits Prognosemodelle für Energieversorger und die Industrie, denen die gleichen Mechanismen wie heutige KI-Anwendungen zugrunde liegen. Die Software-Lösungen erlauben Kunden, das Angebot und die Nachfrage nach Energie zu einem künftigen Zeitpunkt abzuschätzen und vorausschauend zu planen.

Dass das Unternehmen seit fast 30 Jahren am Markt besteht, ist dabei ein klarer Wettbewerbsvorteil: Über die Jahre hinweg hat das Team die hauseigene, hochspezialisierte Künstliche Intelligenz mit großen Mengen an Daten trainiert, weiterentwickelt und damit die Prognosen geschärft. Auch auf personeller Ebene hat das Unternehmen eine Entwicklung durchlaufen: Im Frühjahr 2024 übernahm Dr. Harald Heinrich den Betrieb und alle Mitarbeitenden, so dass sich seine Mutter in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden konnte. Heute leitet er die LEM-Software GmbH gemeinsam mit seiner Frau Dr. Marisa Mäder-Heinrich als gleichberechtigte Geschäftsführer. Für die Finanzierung der Nachfolge hatte er sich an die Sparkasse Leipzig gewandt: Diese vermittelte einen Übernahmekredit und den Kontakt zur Bürgschaftsbank Sachsen, die den Kredit absicherte.

LEM-Software_HaraldHeinrich

Vor der Übernahme hatte Dr. Harald Heinrich bereits mehrere Jahre im mütterlichen Unternehmen mitgearbeitet. Dort lernte er auch seine heutige Ehefrau Dr. Marisa Mäder-Heinrich kennen. Zwischenzeitlich verfolgten die beiden promovierten Wissenschaftler Karrieren außerhalb der LEM-Software. Was aber bewegte sie schlussendlich dazu, ins Unternehmen zurückzukehren und die Nachfolge anzutreten? Dr. Harald Heinrich antwortet entschlossen: „Wir glauben fest daran, dass das Geschäftsmodell der LEM-Software zukunftsfähig und lohnenswert ist. Dazu kommt unser persönliches Interesse an der Energiewirtschaft. Wir haben große Freude daran, Probleme anzugehen und neue Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln.“

Bei Patrick Thiel, dem zuständigen Firmenkundenberater der Sparkasse Leipzig, hinterließ er ebenfalls einen äußerst positiven Eindruck: „Dr. Harald Heinrich kam sehr gut vorbereitet und mit einem durchdachten Übernahmeplan auf mich zu. Neben seiner persönlichen Eignung motivierte uns die hohe Ertragskraft des Unternehmens und der stimmige Kaufpreis, diese Nachfolgefinanzierung zu unterstützen.“ Dabei entschied man sich für einen Sachsenkredit. Dieser Förderkredit der SAB bietet durch einen Tilgungszuschuss sehr attraktive Konditionen. Um den Kredit extern absichern zu lassen, involvierte die Sparkasse Leipzig die BBS. Diese schaffte mit ihrer Ausfallbürgschaft die Voraussetzung für die Kreditvergabe. „Wir führten sehr intensive und lösungsorientierte Gespräche mit der BBS, so dass die Nachfolge schließlich reibungslos umgesetzt werden konnte“, resümiert Patrick Thiel.

LEM-Software_MariaMäder-Heinrich

Zu den Kunden der LEM-Software gehören Energieversorger wie lokale Stadtwerke, aber auch überregionale Energiekonzerne aus dem DACH-Raum und Ungarn. Sie alle stehen vor der gleichen Herausforderung: Energie lässt sich bis heute nur schwer speichern. Genau dafür bietet die LEM-Software eine spezialisierte Lösung, wie Dr. Marisa Mäder-Heinrich erklärt: „Unsere Kernkompetenz besteht von Beginn an darin, einerseits das Angebot an produzierter Energie und andererseits den Bedarf an Energie auf Basis von neuronalen Netzwerken zuverlässig zu prognostizieren“.

Das Kernprodukt, der „Load Manager“, wurde bereits im Jahr 2000 geboren und seither kontinuierlich weiterentwickelt. „Mit dieser Software zum Management von Energiezeitreihen lassen sich datengestützte Prognosen für verschiedene Anwendungsfälle erstellen und daraus mathematische Optimierungen ableiten“, ergänzt die Geschäftsführerin. So kann zum Beispiel abgeschätzt werden, wie viel Energie über verschiedene Kraftwerke ins Netz eingespeist und durch Nutzer wie Industriebetriebe oder Privathaushalte abgenommen werden wird. Darauf aufbauend schlägt die Software einen Einsatz von Kraftwerken zur richtigen Zeit vor, so dass Angebot und Nachfrage in einen wirtschaftlichen Einklang gebracht werden können. Mit dem Generationenwechsel in der LEM-Software wurde zugleich auch ein Technologieumbruch eingeleitet: Mittlerweile basieren die Software-Lösungen auf einer modernen Webtechnologie. Auch in puncto Human Resources hat sich das Unternehmen verjüngt. Seit der Übernahme ist das Team auf 17 Personen angewachsen, viele der neuen Mitarbeitenden kamen direkt aus dem Studium und mit Begeisterung für neue Technologien ins Unternehmen.

LEM-Software_Anwendertagung

Anwendertagung 2026 der LEM-Software im Zoo Leipzig

Der Ausbau des Teams wurde u. a. auch dadurch angetrieben, dass die neue LEM-Geschäftsführung den Vertrieb aktiv angeht. Direkt nach der Übernahme besuchte das Ehepaar Heinrich alle Bestandskunden persönlich, um sich vorzustellen und die Kundenbedürfnisse besser zu verstehen. Die Gespräche verließen sie mit gutem Gefühl, dass Kunden weiter Vertrauen in die LEM haben und sich neue Softwarelösungen wünschen. Bei selbst organisierten Anwendertagungen kommen sie seither regelmäßig mit Kunden wie der enviaM in Austausch. Parallel treibt Dr. Marisa Mäder-Heinrich die Neukundenakquise voran: Seitdem sie in den Betrieb eingestiegen ist, zeigt sich die LEM wieder auf großen Fachmessen. Online präsentiert sich das Unternehmen mit einem neu gestalteten Internetauftritt und auf LinkedIn.

Gleichzeitig verleiht die Energiewende ihrem Geschäftsmodell weiteren Auftrieb: Denn weil in unseren Gefilden der Wind nicht beständig weht und die Sonne nicht permanent scheint, ist eine zuverlässige Vorhersage der erwarteten Energieeinspeisung aus Wind- und Solaranlagen umso wichtiger. Nur so kann der optimale Mix aus konventionellen und erneuerbaren Energiequellen bestimmt und der Bedarf auf Nutzerseite zuverlässig gedeckt werden. Wenn Sie also in Zukunft Ihr Smartphone ans Ladegerät hängen, denken Sie daran: Womöglich sorgt im Hintergrund eine LEM-Software dafür, dass der Strom genau in dem Moment aus ihrer Steckdose fließt.

Bildquelle: LEM-Software GmbH


Deal-Team der BBS:

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Ilka Jacobi, Regionalleiterin
Telefon +49 151 534298-32
ilka.jacobi@bbs-sachsen.de

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Ines Brinckmann, Senior-Beraterin
Telefon +49 151 534298-36
ines.brinckmann@bbs-sachsen.de