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News & Presse

Geteilte Verantwortung, gebündelte Expertise – IMM electronics wird von drei Nachfolgern fortgeführt

13.02.2025 Mittweida

Nachfolge im Trio: Die langjährigen Mitarbeiter Matthias Banowski, René In der Stroth und André Strobach sind die neuen Inhaber der IMM electronics GmbH, die in Mittweida vielgestaltige Elektrobauteile entwickelt und fertigt. Für das Management Buy Out erhielten die drei Herren jeweils einen von der BBS verbürgten und von der Sparkasse Mittelsachsen ausgegebenen Sachsenkredit. Zusätzliches Übernahmekapital lieferte der WMS Wachstumsfonds Mittelstand Sachsen.

Diesen Glücksfall können sich viele Firmeninhaber im nahenden Rentenalter nur wünschen: Prof. Detlev Müller, Gründer der IMM electronics GmbH (kurz: IMM) in Mittweida, konnte sein Lebenswerk in die Hände von gleich drei langjährigen Mitarbeitern übergeben: Matthias Banowski, René In der Stroth und André Strobach waren bereits bestens mit dem Unternehmen vertraut, als sie in die Geschäftsführung der IMM aufstiegen und schließlich auch die Mehrheit der Firmenanteile erwarben. Für das Management Buy Out hatten die drei Nachfolger bei der Sparkasse Mittelsachsen jeweils einen Kredit aufgenommen, der von der Bürgschaftsbank Sachsen (BBS) abgesichert wurde, sowie Beteiligungskapital vom WMS Wachstumsfonds Mittelstand Sachsen erhalten. Heute lenken sie die Geschicke der IMM als gleichberechtigte Eigentümer – mit nachweisbarem Erfolg, wie ein Blick in die Geschäftsbücher zeigt.

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Die drei IMM Geschäftsführer René In der Stroth, Matthias Banowski und André Strobach (v.l.n.r.)

Die gelungene Firmenübernahme brachte dem Trio eine Nominierung für den Sächsischen Meilenstein 2024 in der Kategorie „unternehmensinterne Nachfolge“ ein. In ihrer neuen Position sind die drei Manager für nicht weniger als 130 Mitarbeitende sowie ein breites Dienstleistungsspektrum rund um elektronische Baugruppen und Geräte verantwortlich: Von der Konzeption, über die Hard- und Softwareentwicklung bis hin zur Muster- und Serienfertigung deckt die IMM alle Glieder der Wertschöpfungskette ab. Ihre kundenspezifischen Elektroniklösungen finden vor allem in der Medien-, Medizin- und Automatisierungstechnik Einsatz, aber auch andere Anwendungsbereiche werden zunehmend erschlossen.

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Außenansicht des Firmensitzes in Mittweida

Für die Finanzierung der Firmenübernahme hatten Matthias Banowski, René In der Stroth und André Strobach zunächst eine gemeinsame Erwerbergesellschaft gegründet, die sie jeweils zu gleichen Teilen mit Kapital ausstatteten. Dafür stellte ihnen die Sparkasse Mittelsachsen, langjährige Hausbank der IMM, Fremdkapital in Form dreier Sachsenkredite bereit. Daniel Just, Firmenkundenberater der Sparkasse Mittelsachsen, hält fest: „Im Verlauf unserer über 200-jährigen Historie haben wir zahlreiche Unternehmen aus Mittelsachsen über mehrere Generationen hinweg bei ihren Finanz- und Investitionsaktivitäten begleitet. Als regional verankertes Institut liegt uns die Weiterführung von ortsansässigen Firmen durch neue Inhaber besonders am Herzen.“ Für die Nachfolge bei der IMM habe man einmal mehr auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der BBS bauen können. „Mit den gemeinsamen Erfahrungen und geballter Kompetenz haben wir die finanziellen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die IMM electronics GmbH zum Jahresbeginn 2024 an die neuen Eigentümer Matthias Banowski, René In der Stroth und André Strohbach übergehen konnte.“ Neben den drei Herren hatte auch der WMS Wachstumsfonds Mittelstand Sachsen Kapital in die Erwerbergesellschaft eingebracht und so den letzten fehlenden Baustein für die Übernahmefinanzierung geliefert. Gemeinsam erwarb man 90% der Firmenanteile der IMM. Die übrigen Anteile hält Prof. Detlev Müller, der dem Unternehmen damit weiterhin verbunden bleibt.

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Einblick in die Produktionsräume der IMM

So unterschiedlich die individuellen Stärken der drei Nachfolger sind, so gut ergänzen sie sich auf Führungsebene: Matthias Banowski (CEO) leitet die Entwicklung und den Vertrieb. Sein Kollege René In der Stroth (CFO) ist im Unternehmen für die Finanzen, Personalangelegenheiten, die allgemeine Verwaltung sowie den Einkauf zuständig. Als Mann für das Operative verantwortet André Strobach (COO) die Produktion und Technologie. Doch was verbindet die drei Kollegen über alle Fachbereiche hinweg? „Wir arbeiten auf ein gemeinsames Ziel hin: Die IMM in die Zukunft zu führen. Dafür setzen wir bei den Kernkompetenzen an, die das Unternehmen über mehr als 30 Jahre hinweg aufgebaut hat, und entwickeln diese weiter, um auch in den kommenden Jahren weiter relevant zu bleiben“, erklärt Matthias Banowski stellvertretend. Deutlich wird dies im Bereich der Medientechnik. Schon viele Jahre produziert die IMM Elektrobauteile für anspruchsvolle Audiosysteme, etwa für Tonstudios oder Lautsprecheranlagen. Die dabei gesammelte Fachexpertise floss auch in die Entwicklung eines innovativen, röhrenbasierten Gitarren-Verstärkers ein, den das Unternehmen unter der Eigenmarke „Underdog“ vertreibt.

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Elektrischer Test der Baugruppen (Flying Probe)

Bereits als leitende Angestellte hatten Matthias Banowski, René In der Stroth und André Strobach das wirtschaftliche Potenzial gesehen, das in der IMM steckt – und das sie schließlich auch zur Weiterführung des Unternehmens motivierte. Selbst die Eindrücke der Coronapandemie und die damit verbundenen Lieferengpässe bei Halbleitern, einer Kernkomponente etlicher IMM-Erzeugnisse, konnten sie nicht von ihren Nachfolgeplänen abbringen. Heute, rund ein Jahr nach erfolgter Firmenübernahme, können die neuen Inhaber auf einen weitestgehend geräuschlosen Übergang zurückblicken.

Vor allem auch die Angestellten hatte man von Anfang transparent über die bevorstehenden Veränderungen auf Geschäftsführungs- und Gesellschafterebene informiert. Der Belegschaft galt auch dann oberste Priorität, als die ersten Investitionsmaßnahmen nach dem Eigentümerwechsel umgesetzt wurden. Matthias Banowski berichtet: „Wir haben bewusst zuerst in die Mitarbeitenden investiert, denn sie sind der wichtigste Treiber unseres Erfolgs und verdienen eine angemessene Entlohnung. Daher haben wir nach der Übernahme zunächst Geld in die Hand genommen, um die Gehaltsstrukturen anzupassen.“ Darauf folgten Investitionen in neue Maschinen, smarte Lagertechnik und moderne ERP-Systeme, die ein effizienteres Arbeiten möglich machen. Die Weichen sind also dafür gestellt, dass die IMM unter ihren neuen Eigentümern weiter an Wirtschaftskraft und Arbeitgeberattraktivität gewinnt.

Bildquelle: IMM electronics GmbH


Deal-Team der BBS:

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Ilka Jacobi, Regionalleiterin
Telefon +49 151 534298-32
ilka.jacobi@bbs-sachsen.de

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Claudia Haupt, Senior-Beraterin
Telefon +49 151 534298-34
claudia.haupt@bbs-sachsen.de