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News & Presse

Expansion per Übernahme – Hofmann Gruppe wird zum Generalisten für Abfallverwertung

13.02.2024 Mülsen

Bestehende Ressourcen nutzen statt neu zu erschaffen: Robert Eckhold überträgt das Prinzip des Recyclings auf das Unternehmertum. Anstatt neu zu gründen, erwirbt er zum Verkauf stehende Recycling-Betriebe. So zuletzt auch die Schmutzler Recycling aus Mülsen, die er in die zuvor übernommene Hofmann Gruppe integriert und sich damit noch breiter in der Region aufstellt. Beide Übernahmen finanzierte er mit Hilfe der Deutschen Bank. Der BBS kam als Bürge wiederholt eine Schlüsselrolle zu.

3 Unternehmen. 12 Standorte. 230 Mitarbeitende. Damit ist die Firmengruppe beziffert, die sich Robert Eckhold in weniger als 10 Jahren in der Entsorgungs- und Recycling-Branche aufgebaut hat. Seine Erfolgsformel: Übernehmen statt neu gründen. Mit seinem Unternehmensverbund stellt er sich als Full-Service-Dienstleister im Bereich der Abfallwirtschaft auf. Durch gezielte Akquisen konnte Robert Eckhold Standorte in ganz Sachsen und den Nachbarländern zu seiner Firmenlandkarte hinzufügen – und die übernommenen Niederlassungen damit nicht selten vor einer Schließung bewahren, weil sich die Altinhaber zurückzogen. Im Mai 2023 realisierte er seinen jüngsten strategischen Zukauf und erwarb die Schmutzler Recycling GmbH in Mülsen.

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Nach dem Rebranding erstrahlt der Container-Truck im „Hofmann Recycling“ Design

Für die Finanzierung des Kaufpreises setzte Robert Eckhold auf zwei bewährte Partner: Die Deutsche Bank stand ihm gemeinsam mit der BBS schon 2016 zur Seite, als er die Hofmann Metall GmbH in Zwickau und damit sein erstes Unternehmen kaufte. Für die Übernahme der Schmutzler Recycling, die mittlerweile in Hofmann Recycling GmbH umfirmiert wurde, zogen die beiden Finanzinstitute dieses Jahr wieder an einem Strang. Zwischenzeitlich hatte Robert Eckhold auch noch vier Standorte eines weiteren Familienbetriebes übernommen: Sie bestehen heute in der Schrott Wetzel OST GmbH mit Hauptsitz in Elstertrebnitz bei Leipzig fort. Diesen Firmenkauf hatte der Geschäftsmann u. a. mit Eigenkapital finanziert, das wie hier berichtet von der Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen bereitgestellt wurde.

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Robert Eckhold führt die Unternehmensgruppe in die Zukunft

Als Robert Eckhold zuletzt das Angebot zum Kauf der Schmutzler Recycling erhielt, musste er nicht lange überlegen. Eine Übernahme lag wortwörtlich nahe: Der Schmutzlersche Recyclinghof befindet sich nur wenige hundert Meter Luftlinie entfernt vom Zwickauer Standort der Hofmann Metall, die auf die Aufbereitung von Metallschrott spezialisiert ist. Welche strategischen Motive ihn zur Übernahme bewegten, erklärt Robert Eckhold selbst: „Wir wollen als Gesamtanbieter für die professionelle Abfallverwertung auftreten. Durch die Übernahme können wir unser Dienstleistungsportfolio um die klassische Müllentsorgung erweitern und unseren Kunden alle Services aus einer Hand bieten.“

Nachdem man sich mit den Alteigentümern der Schmutzler Recycling auf einen Kaufpreis geeignet hatte, führte der Unternehmer bald schon Gespräche mit der Deutschen Bank. Dandy Neubert, Senior Berater Firmenkunden bei der Deutschen Bank in Chemnitz, erinnert sich: „Mit Blick auf die sehr gute Entwicklung der Hofmann Metall nach der Übernahme und dem Wissen, dass Robert Eckhold mit seiner Unternehmensgruppe weiter wachsen möchte, war die Deutsche Bank bei dem geplanten Beteiligungszukauf von Beginn an involviert.“ Zu den Vermittlungsleistungen gehörte auch, die BBS mit an den Tisch zu holen: „Schon bei der ersten Übernahme haben alle Beteiligten sehr erfolgreich zusammengearbeitet. Daher haben wir auch bei diesem zweiten Expansionsschritt wiederholt auf die Expertise und Unterstützung der BBS, vertreten durch Frau Brinckmann, gesetzt.“

Seit 1991 existiert die Schmutzler Recycling in Mülsen. Sie ist gleichermaßen Anlaufstelle für Industriebetriebe und Privathaushalte, die Abfälle aller Art loswerden wollen – sei es etwa Altpapier, Gartenabfälle, Bauschutt oder Gewerbemüll. Wer die Abfallprodukte nicht selbst anliefern will, kann auch bequem Container zur Abholung ordern. Endgültig entsorgt wird letztlich nur, was nicht weiter verwertet werden kann. Denn Ressourcen-Rückgewinnung steht auf dem Recyclinghof an erster Stelle: In der firmeneigenen EBS-Anlage werden die vorsortierten Abfälle einer Behandlung unterzogen, bei der Ersatzbrennstoffe (EBS) entstehen. Diese vertreibt man an die Zementindustrie weiter, der sie als ressourcenschonendes Heizmittel dienen.

Im Zuge der Übernahme hatte Robert Eckhold neben den kompletten Firmenanteilen an der Schmutzler Recycling auch die EBS-Anlage sowie den Maschinen- und Fuhrpark erworben. Als Erwerbsgesellschaft fungierte die Beteiligungswerk Eckhold GmbH, die er mit seinem Vater zusammen schon vor einigen Jahren ins Leben gerufen hatte. Heute ist Robert Eckhold in allen seinen Firmen auch operativ als geschäftsführender Gesellschafter tätig. Der Weg zur eigenen Unternehmensgruppe führte für den ehrgeizigen Sachsen nicht zufällig über Zukäufe: „Eine Neugründung kam für mich nie in Frage. Dafür ist der Zugang zum Markt der professionellen Abfallwirtschaft mittlerweile zu stark reguliert. Die hohen rechtlichen Eintrittsbarrieren spielen uns aber auch in die Karten, da sie so schnell keine neuen Mitbewerber am Markt erwarten lassen.“

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Nicht übersehbar: die Hofmann Recycling wird eng an die Hofmann Metall angeschlossen

Mit insgesamt sieben Standorten – vier davon sind seit dem Einstieg von Robert Eckhold hinzu gekommen – verfügt die Hofmann Metall über eine breite Infrastruktur. Um die Synergiepotenziale ausnutzen zu können, soll die einstige Schmutzler Recycling schrittweise in das große Schwesterunternehmen integriert werden. Im Zuge der Umbenennung in Hofmann Recycling hat der Betrieb bereits ein neues Logo erhalten, das sich visuell an die Hofmann Metall anlehnt und nun auch Container und LKWs ziert. Ein einheitliches Erscheinungsbild ist für Robert Eckhold vor allem auch für die Personalrekrutierung von hoher Priorität. Denn von den 18 Mitarbeitenden, die man mit der Schmutzler Recycling übernommen hatte, stehen etliche vor dem Ruhestand. Der neue Firmenchef erklärt: „Wir wollen eine attraktive Arbeitgebermarke mit Wiedererkennungswert in der Region etablieren. Dabei können wir nicht nur auf eine vorhandene Marke aufsetzen, sondern auch auf unser Wissen und die Ressourcen der Hofmann Metall zurückgreifen.“ Im Fokus des Employer Brandings stehen die Sozialen Medien, die man bei Hofman Metall mit einem eigenen Content-Team bespielt. Hier gewährt das Unternehmen authentische Einblicke in den Arbeitsalltag und Karrieremöglichkeiten. Dass hinter aller Selbstdarstellung auch Substanz steckt, beweisen Auszeichnungen wie das Qualitätssiegel „Arbeitgeber der Zukunft“ vom Deutschen Innovationsinstitut für Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Schwierigkeiten bei der Nachwuchsgewinnung habe man jedenfalls nicht, erklärt Robert Eckhold – ein Umstand, der in Zeiten branchenübergreifenden Fachkräftemangels als gewichtiger Wettbewerbsvorteil gelten kann.

Bildquelle: Hofmann Recycling GmbH


Deal-Team der BBS:

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Ilka Jacobi, Regionalleiterin
Telefon +49 151 534298-32
ilka.jacobi@bbs-sachsen.de

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Ines Brinckmann, Senior-Beraterin
Telefon +49 151 534298-36
ines.brinckmann@bbs-sachsen.de