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News & Presse

Das passt wie der Reifen auf die Felge – langjähriger Mitarbeiter übernimmt Reifenservice Bortenreut

22.03.2023 Klingenberg

Was lange währt … Fast 20 Jahre arbeitete Michael Wagner schon im Reifenservice Bortenreuter in Klingenberg als er den Betrieb vom Altinhaber abkaufte. Zur Finanzierung des Asset Deals stützt er sich auf den Sachsenkredit. Dieser Förderkredit, der einen erweiterten Tilgungszuschuss für Nachfolgevorhaben im ländlichen Raum vorsieht, wurde ihm von der Ostsächsische Sparkasse Dresden vermittelt. Sie involvierte auch die BBS, die die fehlenden Sicherheiten kompensierte und die Übernahme erst finanzierbar machte.

Wird die Nachfolgeregelung im Handwerk immer mehr zur Mission Impossible? Fakt ist: Der akute Fachkräftemangel verschärft die bestehende Nachwuchsproblematik nur noch weiter. Zugleich ist die Nachfrage nach Übernehmenden ungebrochen hoch: Rund 13.000 der 99.000 Handwerksbetriebe in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen stehen in den kommenden fünf Jahren vor der Übergabe. Das prognostizierte Dr. Christian Welzbacher, Leiter des Heinz-Piest-Instituts für Handwerkstechnik, beim Handwerkspolitischen Forum Ost, das Mitte Februar 2023 in Leipzig stattfand und das Thema Nachfolge ins Zentrum rückte. Nur einen Monat zuvor hatte Kfz-Mechaniker Michael Wagner die Nachfolge im Reifenservice Bortenreuter in Klingenberg (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) angetreten. Er macht damit vor, wie die Übergabe eines Handwerksbetriebs im ländlichen Raum gelingen kann.

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Der Firmengründer Jürgen Bortenreuter, hatte das große Glück, mit ihm einen erfahrenen Mitarbeiter für die Übernahme gewinnen zu können. Damit der Kaufpreis nicht zur unüberwindbaren Hürde für den Nachfolger wurde, setzten sich die Ostsächsische Sparkasse Dresden und die Bürgschaftsbank Sachsen gemeinsam für ihn ein. Finanzierungsinstrument der Wahl war der Sachsenkredit. Der volldigital beantragbare Förderkredit der SAB empfahl sich nicht nur durch günstige Zinskonditionen, sondern auch durch einen großzügigen Tilgungszuschuss vom Freistaat Sachsen. So wurde die Nachfolge letztlich zur Mission Possible für Michael Wagner.

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Im Jahr 1986 gegründet, war der Reifenservice Bortenreuter schon „Anfahrstelle“ für mehrere Generationen von Fahrzeugbesitzer:innen aus dem Einzugsgebiet Dresden-Meißen-Freiberg. „Neben klassischen Reifenarbeiten bieten wir Reparaturleistungen für Fahrzeuge aller Art. Auch für die Reparatur von E-Fahrzeugen sind wir geschult und ausgestattet“, erklärt Michael Wagner. Der Reparaturbereich wurde von ihm maßgeblich mit aufgebaut. Zuletzt war er bereits Werkstattleiter und Stellvertreter des Altinhabers. Für die Übernahmefinanzierung hielt er an der langjährigen Hausbank seines Vorgängers fest: der Ostsächsischen Sparkasse Dresden (OSD), deren Firmenkundenberater Martin Leichsenring keine Zweifel hatte: „Herr Wagner ist die Idealbesetzung für die Unternehmensnachfolge: Er ist seit 2004 in der Firma aktiv, seit 2013 als Meister seines Fachs. Viele Kunden und das Tagesgeschäft sind ihm bestens bekannt, sodass die Übernahme nur der logische nächste Schritt war.“ Zuvor galt es jedoch, die Finanzierungsfrage zu klären. Um die Vorzüge des Sachsenkredits voll ausschöpfen zu können, brauchte es die BBS zur Absicherung. Martin Leichsenring von der OSD erklärt: „Ziel war es, Herrn Wagner mit Einbindung der Bürgschaftsbank einen bestmöglichen Förderzins zu sichern und gleichzeitig noch einen deutlich fünfstelligen Tilgungszuschuss über den Sachsenkredit.“ Konkret bedeutete das: zusätzlich zu den 5 % Grund-Tilgungszuschuss erhielt Michael Wagner jeweils 2 % Sonderzuschuss für Nachfolgevorhaben sowie für Finanzierungsprojekte im ländlichen Raum. Obendrein berechnet die BBS keine Bearbeitungsgebühr für diese Kreditform. Damit war der Sachsenkredit wie gemacht für den Neu-Unternehmer.

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So naheliegend die Übernahme rückblickend war, sie drohte die finanziellen Möglichkeiten von Michael Wagner zunächst zu überschreiten. Denn er wollte das Unternehmen als Ganzes, samt Firmengrundstück und Gewerbeimmobile, erwerben. Doch Martin Leichsenring von der OSD war fest entschlossen, zusammen mit der BBS eine gangbare Finanzierungslösung zu finden: „Das Team der Bürgschaftsbank hat definitiv den sportlichen Ehrgeiz, Vorhaben in unserer Region nach Kräften zu unterstützen, die sonst nur schwer oder gar nicht zu realisieren gewesen wären.“ Die persönliche Erreichbarkeit der BBS erleichtert den Job des OSD-Vertreters: „Die Zusammenarbeit mit der Bürgschaftsbank hat für mich als Firmenkundenberater den Charme, sich vor, während und nach einem Finanzierungsvorhaben kurzfristig mit den Kollegen austauschen zu können. Der BBS-Berater ist nur einen Anruf entfernt, in dem man unbürokratisch die Erfolgsaussichten eines Antrags ausloten kann und die nächsten Schritte abstimmt.“ Im Falle des Reifenservice Bortenreuter war es BBS-Berater Frank Hähnel, der sich der Bürgschaftsanfrage widmete und als Ansprechpartner bereitstand. Er hält fest: „Herr Wagner und sein Team stehen exemplarisch für die vielen kleinen Handwerksbetriebe auf dem Land, die in diesen Jahren vor einer Nachfolge stehen. Umso unverzichtbarer sind Hausbankvertreter wie Martin Leichsenring, die sich trotz herausfordernder Ausgangsbedingungen für die Finanzierung von Übernahmen stark machen. Wir freuen uns, dass wir das Fortbestehen des Reifenservice Bortenreuter gemeinsam mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden sichern konnten.“

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Beim „Bortenreuter“ sind Fahrzeuge in besten Händen, das ist in der Region Klingenberg weitläufig bekannt. Michael Wagner weiß zu berichten: „Neukunden finden in der Regel durch Mund-zu-Mund-Propaganda zu uns. Kundenzufriedenheit genießt bei uns daher hohe Priorität – mindestens genauso wichtig ist mir aber auch die Zufriedenheit meiner Angestellten.“ Mit ihnen pflegt er ein kollegiales Verhältnis, das er nicht missen möchte: „Mir gefällt das familiäre Umfeld und die kurzen Kommunikationswege. Ich möchte nirgendwo sonst arbeiten.“ Das kann Michael Wagner heute mit Bestimmtheit sagen. Bevor er in seine Heimat Sachsen zurückkehrte, arbeitete er mehrere Jahre für einen großen deutschen Autohersteller in Kiel. Dort habe ihm die anonyme Atmosphäre und der Hang zum Dienst nach Vorschrift gestört. Heute bereitet er sich mit seinem Team in Klingenberg auf den nächsten Ansturm vor: Immer im Frühjahr und Herbst – wenn der Reifenwechsel ansteht – herrscht Hochbetrieb. Aktuell lagern in seiner Werkstatt rund 400 Reifensätze, die gewechselt werden wollen. Der größte jemals gewechselte Reifen maß über 2 Meter im Durchmesser. Er gehörte zu einem Traktor, denn auch Agrartechnik und Landmaschinen ist man beim Reifenservice Bortenreuter gewachsen. Der Reparaturservice hat sich über die Jahre zu einem ebenbürtige zweiten Standbein entwickelt und hilft, die saisonalen Schwankungen des Reifen-Business auszugleichen. Und obwohl sich Michael Wagners Zuständigkeiten als neuer Firmenchef mehr in Richtung Angebotserstellung und Terminmanagement verlagert haben – er kehrt dem Schreibtisch auch immer wieder den Rücken zu: „Ganz bekommt man mich aus der Werkstatt nicht raus. Die praktische Arbeit ist meine große Leidenschaft.“

Bildquelle: Reifenservice Bortenreuter / Jürgen Bortenreuter (privat)

1 – das Firmengebäude des Reifenservice Bortenreuter mit angeschlossener Werkstatt
2 – Der Altinhaber Jürgen Bortenreuter (Mitte) und Nachfolger Michael Wagner (rechts) am Tag der Übergabefeier, zusammen mit Klingenbergs Bürgermeister Torsten Schreckenbach (links)
3 – Eröffnung des neuen Standorts im Jahr 2000
4/5 – Entstehung der ersten Werkstatt: Ausbau der Garage von Firmengründer Jürgen Bortenreuter im Jahr 1986


Deal-Team BBS:

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Lars Wiehe, Regionalleiter
Telefon: +49 172 6028464
lars.wiehe@bbs-sachsen.de

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Frank Hähnel, Senior-Berater
Telefon: +49 151 534298-46
frank.haehnel@bbs-sachsen.de